Die Begleithundeprüfung

Bei der Begleithundeprüfung muss der Hundeführer mit seinem Hund ein bestimmtes Prüfungsschema einhalten.

Dieses Schema muss sowohl mit angeleintem Hund wie auch in Freifolge gelaufen werden.

Das Team Hundeführer und Hund melden sich beim Leistungsrichter an und begeben sich in die Grundstellung um ihr Prüfungsschema zu laufen. Dabei geht der Hund links neben dem Hundeführer mit der Schulter in Höhe des Knies vom HF. Die Leine wird locker durchhängend in der linken Hand gehalten, der Hund trägt ein handelsübliches Halsband oder ein Brustgeschirr.

Der Hund folgt dem HF auf das Hörzeichen "Fuss". 40-50 Schritte geradeaus gehen, dann ohne Halt eine Kehrtwendung machen, ca. 10 Schritte geradeaus und min. 10 Schritte im Laufschritt und im langsamen Schritt zurücklegen, beim Gangartwechsel ist das Hörzeichen "Fuss" gestattet.

Dann geht der Hf eine Rechtswendung und nach weiteren ca. 15 Schritten eine Linkswendung und nochmals ca. 15 Schritte. Nach einer Kehrtwendung kommt auf etwa halber Strecke ein Halt und der Hund hat sich unverzüglich und ohne Einwirkung des HF in die Sitzposition zu begeben.

Auf Anweisung des Leistungsrichters geht der HF mit seinem Hund 8förmig (siehe Schema) durch eine Gruppe von min. vier Personen, dort hat er min. einmal zu halten, aus der Gruppe herausgehen , den Hund abzuleinen und in Freifolge erst das Gruppenschema und dann das Laufschema zu wiederholen.

Erneut die Grundstellung einnehmen ca. 10 Schritt gehen Hörzeichen "Sitz" geben. Der Hund hat sich unverzüglich zu setzen ohne das er HF seine Gangart unterbricht, verändert oder sich umsieht. Nach weiteren ca. 30 Schritten bleibt der HF stehen und dreht sich um, auf Anweisung des LR geht er zum Hund zurück und nimmt an dessen rechter Schulter die Grundstellung wieder ein. Weiter geradeaus ca. 10 Schritte, Hörzeichen "Platz" geben, der Hund legt sich ohne Einwirkung oder Umdrehen des HF unverzüglich hin, 30 Schritte geradeaus weitergehen, sofort umdrehen und auf Anweisung des LR den Hund mit Hörzeichen "Hier" heranrufen. Der Hund nähert sich freudig und in schneller Gangart und setzt sich dicht vor ihm hin. Auf das Hörzeichen "Fuss" hat der Hund sich neben den HF zu setzen.

Kehrtwendung

Eine Schussabgabe erfolgt während der Freifolge auf der ersten Geraden und während der Ablegeübung. Es werden 2 Schüsse Kaliber 6mm im Abstand von 5sek. abgegeben (dieser Übungsteil entfällt bei der BHA/VT).

Das Ablegen des Hundes erfolgt zu Beginn der Unterordnung eines anderen Teams. Der HF leint seinen Hund an einem ihm angewiesenen Platz aus der Grundstellung ab und legt ihn mit Hörzeichen "Platz" ab. Der HF entfernt sich ca. 30 Schritte vom Hund und stellt sich mit dem Rücken zum Hund auf. Während das andere Team die Unterordnung läuft muss der Hund ruhig liegen bleiben.

Prüfung im Strassenverkehr.

Der HF geht mit seinem angeleinten Hund "bei Fuss" einen angewiesenen Strassenabschnitt auf dem Gehweg entlang. Vorbeifahrenden, klingelnden Radfahrern, Joggern, Inlineskatern, Verkehrsgeräuschen wie hupende Auto , angelassene Motoren usw. hat sich der Hund gegenüber unbeeindruckt zu zeigen. Auch bei Begegnung mit anderen Hunden hat er sich neutral zu verhalten. Das Verhalten des kurzfristig angeleinten und alleingelassenen Hundes wird überprüft indem der Hund mit der Führleine z.B. an einem Zaun befestigt wird und der HF sich ausser Sichtweite begibt. Ein Passant (anderes Team) mit Hund geht in seitlicher Entfernung von ca.5 Schritt am Prüfungshund vorbei. Der allein gelassene Hund hat sich ruhig zu verhalten und das vorbeigehende Team ohne Angriffshandlung passieren zulassen. Auf Richteranweisung wird der Hund wieder abgeholt.